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Novartis Newsroom

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Media releases

April 21, 2008 07:00

Novartis steigert im ersten Quartal 2008 sowohl den Umsatz als auch den Gewinn und bestätigt damit, dass das Gesundheitsportfolio auf dem besten Weg zu einem neuen Wachstumszyklus ist

  • Novartis 2008 auf Kurs:
    • Der Nettoumsatz aus fortzuführenden Geschäftsbereichen steigt um 9% (+0% in lokalen Währungen) auf USD 9,9 Milliarden, wozu Sandoz, Vaccines and Diagnostics und Consumer Health mit zweistelligen Wachstumsraten beitragen
    • Das operative Ergebnis verbessert sich um 7% auf USD 2,5 Milliarden und unterstützt erhebliche Investitionen in die Einführung neuer Produkte, die Pipeline und Wachstumsmärkte
    • Der Reingewinn wächst um 10% auf USD 2,3 Milliarden; der Gewinn pro Aktie erhöht sich um 15% auf USD 1,02
  • Der Nettoumsatz der Division Pharmaceuticals steigt um 6% (-3% in lokalen Währungen): führende Produkte und wichtige Regionen tragen dazu bei, einen 19-prozentigen Umsatzrückgang in den USA wettzumachen, der auf die anhaltenden Auswirkungen der Generikakonkurrenz und den Verkaufsstopp von Zelnorm zurückzuführen ist
    • Neue Produkte - wie Rasilez/Tekturna, Exforge, Aclasta/Reclast, Exelon Pflaster, Exjade, Xolair, Lucentis und Tasigna - steuern im ersten Quartal 2008 über USD 500 Millionen zum Nettoumsatz bei
    • Pipeline-Produkte im Spätstadium der Entwicklung machen gute Fortschritte - insbesondere RAD001 (metastasierendes Nierenkarzinom), FTY720 (multiple Sklerose) und SOM230 (Cushing-Syndrom); bis Ende 2010 sind zahlreiche Zulassungsanträge geplant
  • Sandoz profitiert von wachstumsstarken Märkten - vor allem in Osteuropa - und steigert den Nettoumsatz um 12% (+2% in lokalen Währungen), wobei der schwache Quartalsumsatz in den USA wettgemacht wird
  • Mit einer Nettoumsatzsteigerung von 14% (+5% in lokalen Währungen) verzeichnet die Division Consumer Health eine solide Performance, die auf dem Wachstum der Geschäftseinheiten Animal Health, OTC und CIBA Vision beruht
  • Die Division Vaccines and Diagnostics erzielt ein dynamisches Nettoumsatz­wachstum von 21% (+10% in lokalen Währungen) und erhöht die Investitionen in neue Meningitis-Impfstoffe sowie das Produktportfolio
  • Novartis erwartet 2008 Rekordergebnisse beim Umsatz und Gewinn der fortzuführenden Geschäftsbereiche
    • Novartis bekräftigt Ausblick auf ein Nettoumsatzwachstum des Konzerns
      im mittleren einstelligen Prozentbereich und der Division Pharmaceuticals im unteren einstelligen Prozentbereich (jeweils in Lokalwährungen)
Kennzahlen - Erstes Quartal - Fortzuführende Geschäftsbereiche
Kennzahlen - Erstes Quartal - Total Konzern
Die aufgegebenen Consumer-Health-Geschäftsbereiche umfassen die Beiträge von Medical Nutrition (am 1. Juli 2007 veräussert) und Gerber (am 1. September 2007 veräussert).
Basel, 21. April 2008 — Die Quartalsergebnisse kommentierte Dr. Daniel Vasella, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates von Novartis: „Unsere soliden Quartals­ergebnisse zeigen, dass Novartis auf dem richtigen Weg ist. Besonders erfreulich ist für mich das dynamische Wachstum der Division Vaccines and Diagnostics und der neuen Produkte der Division Pharmaceuticals. Mit unserer Pipeline machen wir ebenfalls gute Fortschritte: Mehrere innovative Medikamente zeigen in verschiedenen Therapiegebieten - unter anderem bei Krebs (z. B. RAD001) und multipler Sklerose (z. B. FTY720) - viel versprechende Ergebnisse. Die Initiative Forward beginnt, die erwünschten Effizienz­steigerungen zu erzielen und ermöglicht damit anhaltend hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung. Unsere vor kurzem bekannt gegebenen Pläne zum Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Alcon werden uns mit dem führenden ophthalmologischen Unternehmen der Welt zu einer neuen Wachstumsplattform verhelfen und unser Gesund­heitsportfolio in einem sich rasch ändernden Umfeld weiter stärken. Ich bin zuversichtlich, dass Novartis mit den fortzuführenden Geschäftsbereichen, die nun vollständig auf den Gesundheitssektor fokussiert sind, im Jahr 2008 erneut Rekordergebnisse beim Umsatz und Gewinn erzielen wird."
Überblick
Novartis ist auf gutem Weg, im Jahr 2008 ein solides Wachstum zu erzielen. Die fortzuführenden Geschäftsbereiche, die nun vollständig auf den Gesundheitssektor fokussiert sind, erzielten im ersten Quartal 2008 Nettoumsatzsteigerungen und ein zweistelliges Gewinnwachstum. Das Unternehmen bestätigte für diese Bereiche erneut die Aussichten auf Rekordergebnisse beim Umsatz und Gewinn im Gesamtjahr.
Der Nettoumsatz stieg dank der Beiträge der Divisionen Sandoz, Consumer Health und Vaccines and Diagnostics um 9% auf USD 9,9 Milliarden und blieb in lokalen Währungen unverändert. In der Division Pharmaceuticals ging der Nettoumsatz um 3% in lokalen Währungen auf USD 6,3 Milliarden zurück. Das kräftige Wachstum der wichtigsten Marken in allen Regionen ausserhalb der USA trug dazu bei, einen 19-prozentigen Umsatzrückgang in den USA wettzumachen, der auf die negativen Auswirkungen der Konkurrenz durch Generika und auf den seit 2007 ausgesetzten Verkauf von Zelnorm zurückzuführen war.
Das operative Ergebnis stieg etwas langsamer als der Nettoumsatz und verbesserte sich um 7% auf USD 2,5 Milliarden, wobei in allen Divisionen bedeutende Investitionen in die Einführung neuer Produkte, in Projekte im Spätstadium der Entwicklung und in die Expansion in den Wachstumsmärkten getätigt wurden. Wechselkursschwankungen hatten einen positiven Nettoeffekt von rund USD 185 Millionen. Die operative Marge lag bei 25,1% des Nettoumsatzes gegenüber 25,6% im Vorjahreszeitraum.
Vor dem Hintergrund der soliden operativen Performance stieg der Reingewinn um 10% auf USD 2,3 Milliarden und profitierte von der Geschäftsexpansion, von den Programmen zur Produktivitätssteigerung, von einem höheren Ertrag aus assoziierten Gesellschaften und einem höheren Nettofinanzergebnis. Der unverwässerte Gewinn pro Aktie erhöhte sich gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres von USD 0,89 um 15% auf USD 1,02. Dazu trug auch die geringere Anzahl ausstehender Aktien bei.
ERSTES QUARTAL
Nettoumsatz
Pharmaceuticals
In Europa, Lateinamerika, Japan und den Wachstumsmärkten wurden deutliche Umsatzsteigerungen in Lokalwährungen erwirtschaftet, die dazu beitrugen, einen 19-prozentigen Umsatzrückgang in den USA teilweise zu kompensieren. Dieser resultierte aus den anhaltenden Auswirkungen der 2007 eingeführten Generikakonkurrenz für vier Produkte - Lotrel (Bluthochdruck), Lamisil (Pilzinfektionen), Trileptal (Epilepsie) und Famvir (Virusinfektionen) - und des Verlusts von Zelnorm. Unter Ausschluss dieser fünf betroffenen Produkte, die im ersten Quartal des Vorjahres zusammen einen Nettoumsatz von rund USD 800 Millionen erzielt hatten, stieg der Nettoumsatz in lokalen Währungen weltweit um 10%.
Einer der wichtigsten Wachstumsträger war der führende Blutdrucksenker Diovan (USD 1,4 Milliarden, +11% in lokalen Währungen). Zusätzliche Beiträge lieferte die laufende Einführung der neuen Blutdrucksenker Exforge und Rasilez/Tekturna, die 2007 zugelassen worden waren. Durch den Verlust von Lotrel an generische Konkurrenz in den USA seit Mitte 2007 ging der Nettoumsatz im Herz-Kreislauf-Bereich in lokalen Währungen um 3% auf USD 1,6 Milliarden zurück. Der Rest des Herz-Kreislauf-Portfolios legte jedoch um 18% in lokalen Währungen zu.
Mehrere neue Produkte lieferten im ersten Quartal erhebliche zusätzliche Beiträge zum Umsatzwachstum. Zu nennen sind insbesondere Aclasta/Reclast, das als einmal jährlich zu verabreichende Osteoporose-Therapie schnell akzeptiert wurde, sowie Lucentis als einzige zugelassene Therapie, die das Sehvermögen von Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration nachweislich aufrechterhält und verbessert. Zusammen mit Rasilez/Tekturna, Exforge, dem Exelon Pflaster (Alzheimerkrankheit), Exjade (Eisen­überladung), Xolair (Asthma) und Tasigna (Krebs) erzielten diese neuen Produkte im ersten Quartal 2008 einen Nettoumsatz von mehr als USD 500 Millionen.
Vaccines and Diagnostics
Die gute Performance beruhte auf den stark nachgefragten Impfstoffen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis in Europa. Auch die NAT-Produkte (Nukleinsäure­amplifikations­technik), die für diagnostische Blutuntersuchungen eingesetzt werden, trugen durch weitere Marktanteilsgewinne ausserhalb der USA massgeblich zur Performance der Division bei.
Sandoz
Das Wachstum der Division beruhte neben Marktanteilsgewinnen in Deutschland auf der Umsatzentwicklung in den wachstumsstarken Märkten in Mittel- und Osteuropa - insbesondere in Polen und Russland, die inzwischen beide zu den fünf führenden Ländern weltweit gehören. In den USA ging der Nettoumsatz um 2% in lokalen Währungen zurück, wobei die Expansion des Gesamtportfolios dazu beitrug, den Mangel an bedeutenden Neueinführungen im ersten Quartal 2008 teilweise wettzumachen. Das erste Quartal des Vorjahres war von Beiträgen aus der Einführung zahlreicher „schwierig herzustellender" Produkte und autorisierter Generika geprägt, die sich nun gegen Konkurrenz behaupten müssen.
Fortzuführende Geschäftsbereiche von Consumer Health
Die Geschäftseinheiten OTC, Animal Health und CIBA Vision trugen allesamt zur soliden Performance der Division bei. Dank der Einführung der neuen Kontaktlinsen Dailies und AirOptix sowie der wieder voll aufgenommenen Produktlieferungen nach den Engpässen von 2007 erzielte CIBA Vision kräftige Zuwächse. OTC profitierte vom Verkauf von Husten- und Erkältungsmedikamenten in den USA und Europa sowie von der anhaltenden Erschliessung neuer geografischer Märkte. Für das Umsatzwachstum von Animal Health sorgten massgeblich die Haustierprodukte, insbesondere in den USA.
Operatives Ergebnis
Pharmaceuticals
Das operative Ergebnis stieg mit 13% schneller als der Nettoumsatz. Dies war auf die Auswirkungen der jüngsten Initiativen zur Produktivitätssteigerung und auf einen positiven Nettoeffekt ausserordentlicher Positionen zurückzuführen. Die operative Gewinnmarge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahrszeitraum von 31,3% auf 33,5% des Nettoumsatzes. Die Herstellungskosten der verkauften Produkte gingen in Relation zum Nettoumsatz um 1,0 Prozentpunkt zurück, was zum Teil auf geringere Lizenzzahlungen zurückzuführen war. Die anderen Erlöse erhöhten sich vor allem durch Lizenzeinnahmen für Betaseron® um 0,8 Prozentpunkte. Aufgrund von Investitionen in Studien später Entwicklungsphase mit Wirkstoffen wie QAB149, QMF149, FTY720 und ACZ885 stiegen die Forschungs- und Entwicklungsausgaben um 8%. Die Aufwendungen für Marketing und Verkauf stiegen etwa im gleichen Mass wie der Nettoumsatz. Die Initiativen zur Produktivitäts­steigerung trugen dazu bei, die Kosten für die Lancierung neuer Produkte zu kompensieren. Die übrigen Aufwendungen und Erträge steuerten 0,4 Prozentpunkte zur Verbesserung der operativen Gewinnmarge bei, darin eingeschlossen ein einmaliger Gewinn von USD 115 Millionen aus der Veräusserung einiger reifer Produkte an Amdipharm.
Vaccines and Diagnostics
Einer der Gründe für den operativen Verlust im ersten Quartal waren beachtliche Investitionen. Diese betrafen unter anderem klinische Studien der späten Entwicklungsphase und Kosten für die Vorbereitung der Markteinführung zweier in der Entwicklung befindlicher Meningitis-Impfstoffe. Im Vorjahreszeitraum war ein einmaliger Ertrag von USD 67 Millionen aus einer Rechtsstreitigkeit angefallen. Ohne ausser­ordentliche Positionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten in beiden Berichtsperioden betrug der bereinigte operative Verlust USD 20 Millionen, verglichen mit einem operativen Gewinn von USD 38 Millionen im ersten Quartal 2007.
Sandoz
Das operative Ergebnis profitierte von Produktivitätssteigerungen in der Herstellungs- und Produktlieferkette. Die Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen stiegen schneller als der Nettoumsatz, da verschiedene Projekte mit „schwierig herzustellenden" Generika und Folgeversionen von biotechnologisch hergestellten Medikamenten beschleunigt wurden, um Sandoz in diesen Bereichen weiterhin Konkurrenzvorteile zu verschaffen. Deshalb ging die operative Marge im ersten Quartal 2008 im Vergleich zur Vorjahresperiode von 18,8% auf 18,1% des Nettoumsatzes zurück.
Fortzuführende Geschäftsbereiche von Consumer Health
Alle drei Geschäftseinheiten trugen zur Verbesserung des operativen Ergebnisses der Division bei, während in die Einführung neuer Produkte bei CIBA Vision und in die weitere Erschliessung neuer geografischer Märkte bei OTC investiert wurde. Der Marketing- und Verkaufsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 12%. Die nach wie vor kräftigen Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen, vor allem bei Animal Health, stiegen um 11%. Deshalb ging die operative Gewinnmarge auf 18,0% des Nettoumsatzes leicht zurück.
Nettoergebnis Corporate
Der erhöhte Nettoaufwand von Corporate beruht unter anderem auf dem negativen Einfluss der Wechselkursveränderungen sowie zusätzlichen Investitionen in die globale IT-Infrastruktur.
Corporate
Ertrag aus assoziierten Gesellschaften
Der Ertrag aus assoziierten Gesellschaften belief sich im ersten Quartal 2008 auf USD 137 Millionen gegenüber USD 97 Millionen im Vorjahresquartal. Der Betrag entspricht im Wesentlichen dem geschätzten Nettoanteil von Novartis am Ergebnis von Roche im ersten Quartal 2008.
Nettofinanzergebnis
Im ersten Quartal 2008 betrug die durchschnittliche Nettoliquidität USD 6,4 Milliarden und lag damit deutlich über dem Betrag des Vorjahreszeitraums von USD 0,9 Milliarden. Dies war dem Erlös aus der Veräusserung von Medical Nutrition und Gerber im zweiten Halbjahr 2007 zu verdanken. Neben Währungsgewinnen aus operativer Tätigkeit führte dies zu einer Erhöhung des Nettofinanzergebnisses auf USD 91 Millionen.
Steuern
Der Steuersatz für die fortzuführenden Geschäftsbereiche blieb im ersten Quartal mit 15,0% relativ stabil gegenüber dem Steuersatz der Vorjahresperiode von 15,2%.
Bilanz
Das Eigenkapital war Ende des ersten Quartals 2008 mit USD 49,3 Milliarden praktisch unverändert gegenüber dem Betrag von USD 49,4 Milliarden Ende 2007. Die Dividendenausschüttung für 2007 von USD 3,3 Milliarden, die gegenüber 2006 einer Erhöhung um 29% in US-Dollar entsprach, sowie versicherungsmathematische Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen von USD 0,7 Milliarden wurden durch den Reingewinn des ersten Quartals von USD 2,3 Milliarden und Wechselkursgewinne von USD 1,4 Milliarden weitgehend wettgemacht. Dementsprechend blieb die Bilanz solide, mit einem Verschuldungsgrad (Debt/Equity Ratio) am Ende des ersten Quartals von 0,13:1 gegenüber 0,12:1 am Jahresende 2007.
Dank Desinvestitionserlösen und eines nach wie vor starken Geldflusses erreichte die Nettoliquidität per Ende des ersten Quartals USD 4,4 Milliarden und lag damit deutlich über der Nettoverschuldung von USD 0,4 Milliarden am Ende des Vergleichszeitraums. Gegenüber dem Betrag von USD 7,4 Milliarden am Jahresende 2007 ging die Nettoliquidität infolge der Dividendenausschüttung jedoch zurück.
Seit dem Beginn des sechsten Aktienrückkaufprogramms im März 2008 wurden über eine zweite Handelslinie an der Schweizer Börse vier Millionen Aktien für USD 194 Millionen zurückgekauft. Im Rahmen ihrer ordentlichen Generalversammlung im Februar 2008 genehmigten die Aktionäre von Novartis die Vernichtung von 85,3 Millionen Aktien, die unter dem vierten und fünften Aktienrückkaufprogramm zurückgekauft worden waren.
Geldfluss
Der Geldfluss aus operativer Tätigkeit per Ende des ersten Quartals 2008 ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 2,1 Milliarden auf USD 1,7 Milliarden zurück. Dies ist unter anderem auf höhere Steuerzahlungen und einen höheren Bedarf an Umlaufvermögen zurückzuführen. Erlöse aus Wertschriftenverkäufen liessen den Geldzufluss aus Investitionstätigkeit im ersten Quartal 2008 auf USD 3,4 Milliarden ansteigen, gegenüber einem Geldabfluss von USD 1,2 Milliarden im Vergleichsquartal 2007. Der Free Cash Outflow von USD 2,1 Milliarden im ersten Quartal 2008 beinhaltet die gesamte Dividendenausschüttung für 2007 von USD 3,3 Milliarden. Im Vorjahr hatte die Dividendenausschüttung für 2006 USD 2,6 Milliarden betragen und war im ersten (USD 1,8 Milliarden) und zweiten Quartal (USD 0,8 Milliarden) 2007 ausgezahlt worden.

Division Pharmaceuticals auf dem besten Weg zu einem neuen Wachstumszyklus
Novartis Pharmaceuticals ist auf dem Weg zu einem neuen Wachstumszyklus, der sich in der zweiten Jahreshälfte 2008 abzeichnen und die erwartete weitere Expansion bei Sandoz, Vaccines and Diagnostics und Consumer Health ergänzen dürfte. Die vier Divisionen bilden das Portfolio des Konzerns, das auf Produkte der Gesundheitsversorgung ausgerichtet ist.
Die anderen Geschäftsbereiche des Konzerns expandieren rasant und konkurrieren in Bereichen, die voraussichtlich schneller wachsen werden als der globale Pharmamarkt.
Wie im ersten Quartal dürften die Ergebnisse der Division Pharmaceuticals auch im zweiten Quartal 2008 unter dem Jahreseffekt der erheblichen Umsatzeinbussen leiden, von denen seit 2007 fünf Produkte in den USA betroffen sind. Diese Produkte - Zelnorm, Lotrel, Trileptal, Lamisil und Famvir - hatten 2006 in den USA einen Nettoumsatz von insgesamt USD 3,1 Milliarden erzielt. Im Jahr 2007 war der Nettoumsatz dieser Gruppe von Produkten auf USD 1,7 Milliarden zurückgegangen. Im Jahresvergleich werden sich die Auswirkungen der Umsatzverluste bei diesen Medikamenten erst im späteren Verlauf des Jahres 2008 abschwächen.
Die Einführung zahlreicher neuer Produkte - nach 15 wichtigen Zulassungen in den USA und der EU 2007 - sowie die Expansion der Spitzenprodukte gegen Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen dürften das Wachstum des unbeeinträchtigten Produktportfolios ankurbeln und der Division Pharmaceuticals im vierten Quartal 2008 zu einem Nettoumsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich verhelfen. Bezogen auf das Gesamtjahr dürfte sich das Nettoumsatzwachstum der Division Pharmaceuticals im unteren einstelligen Prozentbereich bewegen (jeweils in Lokalwährungen).
Im Vorfeld des neuen Wachstumszyklus startete Novartis im Dezember 2007 die Initiative „Forward", um die Arbeitsprozesse zu beschleunigen und zu vereinfachen, die Produk­tivität zu steigern und dadurch die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens zu verbessern. Gegenwärtig laufen im Rahmen der Initiative mehr als 100 Unterprojekte. Novartis erwartet im Jahr 2010 jährliche Kostenersparnisse von USD 1,6 Milliarden vor Steuern. Im vierten Quartal 2007 war ein Restrukturierungsaufwand von USD 444 Millionen vor Steuern ausgewiesen worden. Alle Standortschliessungen und sonstigen Massnahmen wurden bereits bekannt gegeben, die Sozialpläne werden umgesetzt. Fast alle Mitar­beitenden, die von dem geplanten Abbau von rund 2 500 Vollzeitstellen betroffen sind, wurden informiert.
Stärkung des Gesundheitsportfolios mit Alcon
Novartis hat mit der Nestlé AG eine Vereinbarung getroffen, im Rahmen derer das Unternehmen das Recht zum Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Alcon Inc. (NYSE: ACL) in zwei Schritten erhält. Damit könnte Novartis das führende ophthalmologische Unternehmen der Welt in ihr diversifiziertes, auf Wachstumsbereiche des Gesundheits­sektors ausgerichtetes Portfolio aufnehmen.
Der erste Schritt der Transaktion, der den Erwerb der 25%-Beteiligung an Alcon von Nestlé für USD 11 Milliarden vorsieht, soll voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2008 abgeschlossen werden. Der zweite Schritt beinhaltet die Rechte von Novartis bzw. Nestlé, die restlichen 52% der Aktien von Alcon im Besitz von Nestlé zwischen Januar 2010 und Juli 2011 für maximal rund USD 28 Milliarden zu kaufen bzw. zu verkaufen. Nach Abschluss dieser beiden Schritte wäre Alcon eine Tochtergesellschaft im Mehrheits­besitz von Novartis und würde die Strategie von Novartis unterstützen, sich den Zugang zu wachstumsstarken Segmen­ten des Gesundheitssektors zu sichern und Risiken zu begrenzen.
Mit einem Jahresumsatz von USD 5,6 Milliarden, einem operativen Ergebnis von USD 1,9 Milliarden und einem Reingewinn von USD 1,6 Milliarden im Jahr 2007 ist Alcon das grösste und rentabelste ophthalmologische Unternehmen der Welt. Alcon bietet eine Palette an pharmazeutischen, chirurgischen und frei verkäuflichen Produkten an, die zur Behandlung von Augenkrankheiten, Fehlfunktionen und anderen Zuständen des Auges eingesetzt werden.
Konzernausblick
(Vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse)
Novartis befindet sich auf dem richtigen Weg, um mit den fortzuführenden Geschäftsbereichen, die nun vollständig auf den Gesundheitssektor fokussiert sind, erneut Rekordwerte beim Nettoumsatz und beim Reingewinn zu erzielen. Das Unternehmen rechnet auf Konzernebene mit einem Nettoumsatzwachstum der fortzuführenden Geschäftsbereiche im mittleren einstelligen Prozentbereich und in der Division Pharmaceuticals mit einem Nettoumsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich (jeweils in Lokalwährungen).
Hinweis: Die Prozentangaben beziehen sich auf den weltweiten Nettoumsatz in lokalen Währungen im ersten Quartal 2008.
Diovan (USD 1,4 Milliarden, +11% in lokalen Währungen), das weltweit führende Markenmedikament gegen Bluthochdruck, legte im ersten Quartal weiterhin kräftig zu, nachdem es 2007 erstmals einen Jahresumsatz von mehr als USD 5 Milliarden erzielt hatte. Das kontinuierliche Wachstum von Diovan ist der Tatsache zu verdanken, dass es in der Kategorie der Angiotensin-Rezeptorblocker (ARB) das einzige Medikament ist, das für die Behandlung von Bluthochdruckpatienten, von Hochrisikopatienten nach Herzinfarkten sowie von Patienten mit Herzinsuffizienz zugelassen ist. In den USA konnte Diovan seinen Anteil am ARB-Segment von über 40% halten, wobei zunehmend Co-Diovan/Diovan HCT, eine Kombination von Diovan mit einem Diuretikum in einer Tablette, eingesetzt wird.
Glivec/Gleevec (USD 888 Millionen, +20% in lokalen Währungen), eine gezielte Therapie gegen bestimmte Formen chronisch-myeloischer Leukämie (CML) und gastrointestinaler Stromatumoren (GIST), verzeichnete erneut zweistellige Wachstumsraten. Das Medikament konnte seine Führungsposition in der Behandlung dieser und anderer oft tödlich verlaufender Krebserkrankungen stärken. Studien ergaben, dass 88% der mit Glivec/Gleevec behandelten Patienten mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chromosom-positiver CML (Ph+ CML) nach sechs Behandlungsjahren noch am Leben waren. Diese Daten sowie der vermehrte Einsatz bei Patienten mit metastasierendem GIST und verschiedenen anderen seltenen Krankheiten führten zu einem starken Wachstum in den USA, wo der Nettoumsatz um 32% anstieg.
Zometa (USD 331 Millionen, -1% in lokalen Währungen) ist ein intravenös zu verabreichendes Bisphosphonat zur Behandlung von Patienten mit Knochenmetastasen. Mit einem Umsatzrückgang von 4% in den USA und einem Wachstum von 1% in den übrigen Ländern war die Umsatzentwicklung leicht rückläufig. Das Wachstum dieser Medikamentenkategorie begann sich 2007 zu verlangsamen, da die betroffenen Patienten weniger häufig und über kürzere Zeiträume behandelt werden.
Femara (USD 270 Millionen, +22% in lokalen Währungen), ein Medikament zur oralen Behandlung von Frauen mit hormonsensitivem Brustkrebs, übertrifft nach wie vor seine Konkurrenz und hat dank seiner einzigartigen Vorteile im Segment der Aromatasehemmer neue Marktanteile erobert. Die Behandlung mit Femara hatte für postmenopausale Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium bis zu sieben Jahre nach der Tamoxifen-Standardbehandlung signifikante Vorteile im Hinblick auf die Senkung des Rezidivrisikos. Dies geht aus Daten hervor, die im März 2008 im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurden. In einigen Ländern Europas, wie beispielsweise in Spanien, ist Femara seit kurzem nicht mehr patentgeschützt, was die Umsatzentwicklung beeinträchtigen könnte. In den USA läuft im Juni 2011 ein Patent für den Wirkstoff von Femara aus. Novartis verteidigt mit Nachdruck ihre Rechte gegenüber einem Generikahersteller, der dieses Patent anficht.
Sandostatin (USD 269 Millionen, +5% in lokalen Währungen) zur Behandlung von Patienten mit Akromegalie und verschiedenen neuroendokrinen und karzinoiden Tumoren erzielte weiterhin kräftige Umsatzsteigerungen. Dies war dem zunehmenden Einsatz der einmal monatlich zu verabreichenden Retard-Formulierung Sandostatin LAR zu verdanken, die 85% des Nettoumsatzes generiert.
Lucentis (USD 195 Millionen), ein biotechnologisch hergestelltes Augenmedikament, wurde seit seiner ersten Lancierung in Europa im Januar 2007 in mehr als 60 Ländern eingeführt. Lucentis ist die einzige Therapie, die im Rahmen klinischer Studien das Sehvermögen von Patienten mit „feuchter" altersbedingter Makuladegeneration (AMD) nachweislich aufrechterhalten und verbessern konnte. Diese Erkrankung ist die Hauptursache für das Erblinden von Menschen über 50 Jahren. Genentech hält die US-Rechte an Lucentis.
Exelon/Exelon Pflaster (USD 188 Millionen, +17% in lokalen Währungen) ist ein Medikament zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Formen der Alzheimer­krankheit oder von Demenzen im Zusammenhang mit der Parkinsonkrankheit. Nach der Einführung des Exelon Pflasters Ende 2007 in den USA und in Europa konnte Exelon seine Marktanteile insgesamt ausbauen. In den USA machte das Pflaster fast 40% des Nettoumsatzes aus. Es wird einmal täglich auf die Haut geklebt und ist ebenso wirksam wie die höchstdosierten Exelon Kapseln, senkt jedoch die Häufigkeit von Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Erbrechen auf ein Drittel.
Exjade (USD 109 Millionen, +55% in lokalen Währungen) profitierte von seinem Status als erstes einmal täglich oral einzunehmendes Medikament gegen Eisenüberladung. Diese Erkrankung tritt im Zusammenhang mit verschiedenen Blutkrankheiten auf und kann tödlich verlaufen.
Die Umsatzentwicklung von Lotrel (USD 95 Millionen, -73% in lokalen Währungen, nur in den USA), einem Kombinationspräparat zur Blutdrucksenkung in einer Tablette, war durch die strittige Einführung einer generischen Kopie von Teva Pharmaceuticals im Mai 2007 schwer beeinträchtigt. Das US-Patent des Medikaments ist bis 2017 gültig. Novartis verteidigt in dieser Angelegenheit ihre Patentrechte mit Nachdruck. Sandoz hat eine autorisierte generische Version dieses Medikaments auf den Markt gebracht.
Der Nettoumsatz von Trileptal (USD 90 Millionen, -57% in lokalen Währungen), einem Medikament zur Behandlung von epileptischen Anfällen, ging insgesamt deutlich zurück, nachdem im Oktober 2007 in den USA generische Konkurrenzprodukte auf den Markt gekommen waren. Dort ging der Nettoumsatz im ersten Quartal um 73% zurück.
Exforge (USD 72 Millionen) ist die erste Kombination eines Angiotensin-Rezeptorblockers (Diovan) mit dem Kalziumkanalblocker Amlodipin in einer Tablette. Seit seiner Lancierung entwickelt sich das Medikament weiterhin besser als viele frühere Kombinationspräparate nach ihrer Einführung in den USA und Europa. Exforge ermöglicht eine wirksame Blutdrucksenkung bei allen Schweregraden von Bluthochdruck und ist heute in mehr als 35 Ländern erhältlich.
Xolair (USD 39 Millionen, +2% in lokalen Währungen), ein biotechnologisch hergestelltes Medikament zur Behandlung mittelschweren bis schweren allergischen Asthmas, verzeichnete insgesamt eine Wachstumsverlangsamung, hauptsächlich infolge einer Verschiebung der Erlöse aus der Belieferung von Genentech, legte jedoch in Europa und Lateinamerika kräftig zu. Im Rahmen einer Phase-III-Studie wurde der Einsatz von Xolair bei unzureichend behandelten Kindern mit mittelschwerem bis schwerem persistierendem allergischem Asthma untersucht, wobei die primären Endpunkte erreicht wurden. Damit konnte belegt werden, dass Xolair im Vergleich zu Placebo die Zahl der Asthma-Exazerbationen statistisch signifikant senkte. Dabei wurden keine neuen sicherheits­relevanten Anzeichen beobachtet. Das Nebenwirkungsprofil von Xolair war mit Placebo vergleichbar. In den USA wird Xolair von Novartis und Genentech gemeinsam vermarktet, wobei Novartis am operativen Gewinn beteiligt ist. Genentech meldete für Xolair einen US-Umsatz von USD 117 Millionen im ersten Quartal 2008.
Aclasta/Reclast (USD 39 Millionen) hat als einmal jährliche 15-minütige Infusion für Frauen mit postmenopausaler Osteoporose ein rasantes Wachstum verzeichnet und seit seiner Einführung Mitte 2007 vergleichbare Lancierungen übertroffen. Die Kosten von Aclasta/Reclast werden jetzt im Rahmen sämtlicher Positivlisten von Medicare erstattet. Weitere Indikationen zur Vorbeugung von klinischen Frakturen nach Hüftfrakturen sowie zur Behandlung von Glukokortikoid-induzierter Osteoporose und Osteoporose bei Männern werden ebenfalls untersucht.
Rasilez/Tekturna (USD 28 Millionen) ist das erste neuartige Bluthochdruckmedikament seit über zehn Jahren. Nachdem es 2007 in den USA und Europa zugelassen wurde, ist es inzwischen in über 40 Ländern auf dem Markt. In den USA ist das Medikament unter dem Namen Tekturna und in den übrigen Märkten als Rasilez bekannt. Trotz seines kompetitiven Marktumfelds konnte das Medikament Umsatzsteigerungen erzielen. Tekturna HCT, eine Kombination von Tekturna mit einem Diuretikum in einer Tablette, wurde im Januar in den USA zugelassen. Der EU-Zulassungsantrag für Rasilez HCT wurde Ende 2007 abgeschlossen. Auch in Japan wurde - früher als geplant - die Zulassung beantragt.
Tasigna (USD 10 Millionen) wurde gut aufgenommen, nachdem es seit Ende 2007 in mehr als 40 Ländern weltweit auf den Markt kam. Tasigna ist eine neue Therapie für Patienten, die an einer bestimmten Form von chronisch-myeloischer Leukämie (CML) leiden und gegenüber bisherigen Behandlungen - wie etwa Glivec/Gleevec (Imatinib) - resistent sind oder diese nicht vertragen. Ein Zulassungsentscheid für Japan wird 2008 erwartet. Im Rahmen einer Phase-III-Studie werden Tasigna und Glivec/Gleevec bei neu diagnostizierten CML-Patienten verglichen. Für eine Zulassungsstudie mit Patienten, die an gastro­intestinalen Stromatumoren (GIST) leiden und gegenüber anderen Behandlungen resistent sind oder diese nicht vertragen, wurde die Aufnahme der Patienten abgeschlossen.
Für Zelmac/Zelnorm (USD 2 Millionen, -98% in lokalen Währungen) zur Behandlung des Reizdarmsyndroms und chronischer Verstopfung wird in den USA kein neuer Zulassungsantrag eingereicht. Der Verkauf des Medikaments wurde im März 2007 in den USA und anschliessend in zahlreichen anderen Ländern ausgesetzt. Novartis entsprach damit einer Aufforderung der FDA, Daten zur Sicherheit des Medikaments im Herz-Kreislauf-Bereich zu überprüfen. Zelmac/Zelnorm ist jedoch in einigen Ländern nach wie vor erhältlich, und Novartis wird mit den lokalen Gesundheitsbehörden nach Wunsch weitere Schritte besprechen. In den USA steht weiterhin ein Notbehandlungsprogramm zur Verfügung, das bestimmten Patienten die Behandlung mit Zelnorm ermöglicht.
Aktueller Stand der Forschung und Entwicklung
Pharmaceuticals
Galvus (Vildagliptin), ein neues Medikament zur oralen Behandlung von Typ-2-Diabetes, wurde im März in den ersten europäischen Ländern, unter anderem in Grossbritannien, lanciert und wird derzeit in weiteren Ländern eingeführt. Zuvor hatten die EU-Behörden im ersten Quartal die von Novartis vorgeschlagenen Änderungen der Verschreibungs­informationen für Galvus genehmigt, wonach die empfohlenen Tagesdosen von Galvus - in Kombination mit verschiedenen anderen oralen Antidiabetika - auf ein- oder zweimal täglich 50 mg gesenkt wurden. Auch Eucreas, eine Kombination von Galvus mit dem oralen Antidiabetikum Metformin in einer Tablette, wird in den ersten EU-Staaten eingeführt. Novartis diskutiert mit der FDA weiterhin die für die US-Zulassung nötigen Schritte, nachdem die Behörde im Februar 2007 eine Zulassungsempfehlung herausgegeben und zusätzliche Daten angefordert hatte. Ein erneuter Antrag für die Zulassung in den USA wird voraussichtlich nicht vor 2010 eingereicht werden.
RAD001 (Everolimus) ist ein einmal täglich oral zu verabreichender Hemmer des mTOR-Signalwegs. Ein erster Zulassungsantrag für onkologische Indikationen dürfte in der zweiten Jahreshälfte 2008 eingereicht werden. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus der RECORD-1-Studie (REnal Cell cancer treatment with Oral RAD001 given Daily) wurde der American Society of Clinical Oncology für deren Jahrestagung im Mai eingereicht. Eine unabhängige Kommission beendete diese Studie mit 400 Patienten im Februar, nachdem die Zwischenergebnisse gezeigt hatten, dass der primäre Endpunkt erreicht war. Es zeigte sich bereits zu diesem Zeitpunkt unter RAD001 ein signifikant längeres progressionsfreies Überleben bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzell­karzinom im Vergleich zu Placebo. Ausserdem laufen derzeit Zulassungsstudien mit RAD001 gegen andere Krebsarten. Die Wirkung von RAD001 beruht auf einer direkten Hemmung des Wachstums und des Stoffwechsels von Tumorzellen sowie der Bildung neuer Blutgefässe (Angiogenese).
FTY720 (Fingolimod) könnte das erste Medikament zur oralen Behandlung multipler Sklerose (MS) werden. Gemäss den im April vorgestellten Ergebnissen einer laufenden, verlängerten Phase-II-Studie zeigte das Medikament bei Patienten mit schubförmig verlaufender MS nach drei Behandlungsjahren weiterhin nachhaltige Vorteile: Je nach Dosierung blieben zwischen 68% und 73% der teilnehmenden Patienten während der dreijährigen kontinuierlichen Behandlung schubfrei. FTY720 wird derzeit im Rahmen des umfangreichsten Phase-III-Programms untersucht, das jemals in der MS-Behandlung weltweit durchgeführt wurde. Die Zulassungsanträge sollen bis Ende 2009 eingereicht werden.
Mit SOM230 (Pasireotid), einem Somatostatinanalogon der nächsten Generation, wurden Phase-II-Studien zur Behandlung von Akromegalie, Karzinoidtumoren und des Cushing-Syndroms abgeschlossen. Gegenwärtig werden Patienten in eine Phase-III-Zulassungsstudie zur Behandlung des Cushing-Syndroms aufgenommen. Für diese seltene hormonelle Erkrankung gibt es derzeit keine zugelassene medikamentöse Therapie. Im ersten Quartal 2008 wurde eine Phase-III-Studie mit Akromegalie-Patienten gestartet. Ausserdem dürfte noch in diesem Jahr eine Phase-III-Studie zur Behandlung von Karzinoidtumoren anlaufen.
Extavia (ehemals NVF233, Interferon beta-1b) erhielt ein positives Gutachten, das eine EU-Zulassung für die Behandlung verschiedener Formen von MS unterstützt. Der offizielle EU-Zulassungsentscheid wird im zweiten Quartal 2008 erwartet. Extavia ist mit Betaferon®/Betaseron® identisch, das von Bayer Schering vertrieben wird und das erste Beta-Interferon zur MS-Behandlung war. Novartis erwarb die Rechte an einer eigenen Markenversion dieses Medikaments durch Vereinbarungen mit Bayer Schering im Zusammenhang mit der Übernahme von Chiron. Der US-Zulassungsantrag soll in Kürze eingereicht werden. Die Division Pharmaceuticals dürfte das Medikament in den USA und der EU plangemäss Anfang 2009 auf den Markt bringen, dem ersten vertraglich vereinbarten Einführungstermin.
Vaccines and Diagnostics
Menveo (MenACWY-CRM) ist ein Impfstoff, der im Rahmen eines umfassenden Programms gegen vier häufige Typen von Meningokokken-Meningitis - A, C, W135 und Y - entwickelt wird. Die Aufnahme der Patienten in eine Phase-III-Studie, an der Kleinkinder teilnehmen, ist bereits abgeschlossen. Ergebnissen einer Phase-II-Studie zufolge könnte Menveo Kleinkinder bereits ab einem Alter von zwei Monaten vor der Erkrankung schützen. Ausserdem wurde im ersten Quartal 2008 eine Phase-III-Studie mit einem separaten Impfstoff begonnen, der gegen Meningokokken-Meningitis vom Typ B entwickelt wird. Diese bakterielle Infektion der Membranen, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben, ist zwar selten, kann aber tödlich verlaufen Die ersten Zulassungsanträge für Menveo sollen im späteren Verlauf dieses Jahres eingereicht werden.
Disclaimer
Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren beinhalten, die zur Folge haben können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den erwarteten Ergebnissen, Leistungen oder Errungenschaften abweichen, wie sie in den zukunftsbezogenen Aussagen enthalten oder impliziert sind. Einige der mit diesen Aussagen verbundenen Risiken sind in der englischsprachigen Version dieser Mitteilung und dem jüngsten Dokument 'Form 20-F' der Novartis AG, das bei der 'US Securities and Exchange Commission' hinterlegt wurde, zusammengefasst. Dem Leser wird empfohlen, diese Zusammenfassungen sorgfältig zu lesen.
Über Novartis
Die Novartis AG bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschliesslich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2007 erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Konzerns (ohne Desinvestitionen 2007) einen Nettoumsatz von USD 38,1 Milliarden und einen Reingewinn von USD 6,5 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 6,4 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 98 000 Vollzeit-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.

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