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Novartis Newsroom

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Media releases

April 25, 2007 07:30 CET

Novartis liefert Tansania am Afrika-Malariatag 4,7 Millionen Behandlungseinheiten Malariamedikamente

  • In Tansania ist Malaria die häufigste Todesursache bei Kindern und Erwachsenen
  • Novartis verstärkt ihr Engagement für Patienten in malaria-endemischen Ländern durch die Bereitstellung ihres Malariamedikaments Coartem® zu Herstellungskosten
  • 2006 lieferte Novartis 62 Millionen Behandlungseinheiten Coartem und trug damit zur Rettung von schätzungsweise 200 000 Patienten bei
  • Novartis fordert einen intensiveren Dialog zwischen staatlichem und privatem Sektor, um mehr Menschen eine lebensrettende Behandlung zu ermöglichen
Basel, 25. April 2007 - Novartis hat der Republik Tansania 4,7 Millionen Behandlungseinheiten des lebensrettenden Malariamedikaments Coartem geliefert. Malaria ist die häufigste Todesursache bei Kindern und Erwachsenen in diesem afrikanischen Land. Die Lieferung ist Teil einer gross angelegten globalen Anstrengung, jenen Patienten einen Zugang zu Coartem zu Herstellungskosten zu verschaffen, die in malaria-endemischen Ländern leben.
Jährlich erkranken schätzungsweise 300-500 Millionen Menschen an Malaria und mehr als eine Million Menschen sterben jährlich an dieser Krankheit. Novartis drängt Regierungen, Unternehmen und andere Organisationen zur Zusammenarbeit, um den Zugang zu einer Behandlung auszuweiten und kulturelle und bildungsbedingte Hindernisse zu beseitigen.
"In Afrika fordert die Malaria alle 30 Sekunden ein Kinderleben - eine erschütternde Zahl. Wir engagieren uns, um sicherzustellen, dass alle, die eine Malariabehandlung benötigen, Zugang zu Coartem erhalten", erklärte Dr. Daniel Vasella, Vorsitzender und CEO der Novartis AG. "Unsere Rolle im Kampf gegen Malaria ist zentraler Bestandteil unseres Unternehmensziels, zu pflegen und zu heilen. Durch eine intensivere Zusammenarbeit der Regierungen und privater Organisationen könnten noch mehr Leben gerettet werden."
2006 hat Novartis dem öffentlichen Sektor malaria-endemischer Länder in Afrika 62 Millionen Behandlungseinheiten Coartem zu Herstellungskosten geliefert, was der siebenfachen Menge des vorangegangenen Jahres entspricht. Diese Behandlungseinheiten trugen zur Rettung von schätzungsweise 200 000 Menschen bei, die ansonsten der Malaria zum Opfer gefallen wären. Für 2007 verfügt Novartis über die Kapazität, 100 Millionen Einheiten zu produzieren, vorausgesetzt, die Bestellungen gehen rechtzeitig ein.
Coartem ist die erste in fester Dosierung verabreichte Artemisinin-Kombinationstherapie (ACT) mit Heilungsraten von bis zu 95 %, selbst in Gebieten mit Mehrfachresistenzen.
Tansania hat Coartem in seinen Malaria-Bekämpfungsrichtlinien 2004 als Behandlung erster Wahl festgelegt. Im Jahr 2006, als die neue Behandlungsvorschrift mit Coartem im Land umgesetzt wurde, hat Novartis mehr als 8 Millionen Coartem-Behandlungseinheiten nach Tansania geliefert. Laut den Gesundheitsbehörden erkranken in Tansania jährlich bis zu 18 Millionen Menschen an Malaria. Novartis hat eine Zusammenarbeit mit der tansanischen Regierung und anderen Organisationen etabliert, um den Zugang zu dieser lebensrettenden Behandlung auszuweiten.
Bekämpfung der Malaria vor Ort
Die Lieferung von 4,7 Millionen Behandlungseinheiten Coartem wurde auf elf Lastwagen verladen und von der Schweiz nach Belgien transportiert, von wo aus die Fracht per Flugzeug nach Daressalam, Tansania, geflogen wurde. Diese Aktion ist das neuste Beispiel für die Bereitstellung erheblicher Ressourcen durch Novartis für örtliche Malariabekämpfungsprojekte in Afrika.
Seit 2003 betätigt sich Novartis als engagierter Partner und lädt Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger und die umsetzenden Organisationen ein, Hindernisse bei der Ausbreitung der ACT-Therapie auszuräumen. Erst kürzlich hat das Unternehmen drei Best-Practice-Workshops durchgeführt, an denen Führer des nationalen Malariakontrollprogramms der afrikanischen Staaten teilnahmen, die ACT bereits als Therapie erster Wahl festgelegt haben oder von weniger effektiven Therapien auf ACT umsteigen wollen. Von Bedeutung sind auch Compliance-Programme für Patienten und Gesundheitsdienste, die bebilderte Handbücher mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Dosierung beinhalten. Diese Handbücher stehen in Englisch, Französisch, Swahili, Portugiesisch, Spanisch und den wichtigsten lokalen Sprachen zur Verfügung.
In Tansania kümmern sich die Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung und ihre Partner um den Abbau weiterer Hindernisse. In zwei tansanischen Distrikten hat die Stiftung Aufklärungsprogramme über Malaria durchgeführt, um Patienten zu ermutigen, sich um eine angemessene und rechtzeitige Behandlung zu bemühen. Das Programm zielt auch darauf ab, in öffentlichen Einrichtungen die angemessene Diagnose und Behandlung zu fördern und die geografische Ausweitung von staatlich zugelassenen Medikamentenausgabestellen zu unterstützen. Novartis hat sich einverstanden erklärt, auf Pilotprojektbasis Coartem zu Herstellkosten diesen Ausgabestellen zur Verfügung zu stellen, um den Zugang in ländlichen Gebieten zu verbessern.
Erforschung von zukünftigen Heilmitteln
Wissenschaftler von Novartis arbeiten an der Erforschung der nächsten Generation von Malariamedikamenten. 2006 verkündete das Unternehmen, dass das Novartis Institute for Tropical Deseases Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Malaria aufnehmen wird, zusätzlich zu den aktuellen Programmen gegen Dengue-Fieber und Tuberkulose. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer Einmaldosisbehandlung für Plasmodium falciparum, der tödlichsten Form von Malaria, sowie einer Behandlungsmethode für Plasmodium vivax, der häufigsten und am weitest verbreiteten Form von Malaria.
Novartis arbeitet auch zusammen mit Medicines for Malaria Venture, einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Genf, an der Entwicklung einer neuen pädiatrischen Form von Coartem. Die neue Formulierung wird für 2008 erwartet.
Professor Klaus M. Leisinger, Präsident der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung erklärte, dass auch die Untersuchung neuer kultureller und organisatorischer Strategien essenziell sei: "Obwohl es wichtig ist, die Entwicklung neuer Medikamente fortzusetzen, Medikamente zu Herstellungskosten zur Verfügung zu stellen und medizinische Ausbildung zu unterstützen, reicht dies manchmal nicht aus. Darum hat die Novartis Stiftung eine Feldforschung initiiert, die helfen soll, kulturelle und institutionelle Hindernisse und Verhaltensweisen zu überwinden, die den Zugang zu Malariamedikamenten verhindern. Aufgrund dieses umfassenden Engagements nimmt Novartis in der Pharmaindustrie eine Führungsposition im Kampf gegen Malaria ein."
Über Coartem
Coartem ist das erste von der WHO zugelassene, in fester Dosierung verabreichte ATC, das Artemether, ein Artemisinin-Derivat, und Lumefantrin kombiniert. Es handelt sich dabei um ein hochwirksames und gut verträgliches Malariamedikament, das Heilungsraten von bis zu 95 % erzielt, selbst in Gebieten mit Mehrfachresistenzen. Es wird eingesetzt zur Behandlung akuter einfacher Malaria Falciparum (Malaria tropica), der gefährlichsten Form von Malaria.
Artemisinin ist ein Wirkstoff, der aus dem einjährigen Beifuss (Artemisia annua) gewonnen und seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen Medizin zur Behandlung von Fieber verwendet wird. ACT-Medikamente sind Verbindungen aus zwei oder mehr Arzneimitteln (eines davon ist ein Artemisinin-Derivat), die unterschiedliche Wirkungsweisen und Ziele haben. Studien haben gezeigt, dass der Einsatz von zwei oder mehr Arzneimitteln in Kombination das Potenzial hat, die Einwicklung von Resistenzen in Bereichen niedriger Ansteckung zu verzögern. Besonders ACT-Medikamente haben sich als äusserst wirksam bei der Behandlung von Malaria erwiesen und ihr Potenzial bei der Verzögerung von Resistenzbildungen in Bereichen hoher Ansteckung wird noch untersucht.
Disclaimer
Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren beinhalten, die zur Folge haben können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den erwarteten Ergebnissen, Leistungen oder Errungenschaften abweichen, wie sie in den zukunftsbezogenen Aussagen enthalten oder impliziert sind. Einige der mit diesen Aussagen verbundenen Risiken sind in der englisch­sprachigen Version dieser Mitteilung und dem jüngsten Dokument 'Form 20-F' der Novartis AG, das bei der 'US Securities and Exchange Commission' hinterlegt wurde, zusammengefasst. Dem Leser wird empfohlen, diese Zusammenfassungen sorgfältig zu lesen.
Über Novartis
Die Novartis AG (NYSE: NVS) ist ein weltweit führendes Unternehmen, das Medikamente zum Schutz der Gesundheit, zur Heilung von Krankheiten und zur Verbesserung des Wohlbefindens anbietet. Es ist unser Ziel, innovative Produkte zu entdecken, zu entwickeln und erfolgreich zu vermarkten, um Krankheiten zu behandeln, Leiden zu lindern und die Lebensqualität kranker Menschen zu verbessern. Wir stärken gezielt unser Medikamentenportfolio, das auf strategische Wachstumsbereiche für innovative Arzneimittel, qualitativ hochwertige und kostengünstige Generika, Impfstoffe für Menschen und führende rezeptfreie Medikamente zur Selbstmedikation ausgerichtet ist. Novartis ist das einzige Unternehmen, das in diesen Bereichen eine Führungsposition einnimmt. Im Jahr 2006 erzielte der Konzern einen Nettoumsatz von USD 37,0 Milliarden und einen Reingewinn von USD 7,2 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 5,4 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 100 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 140 Ländern weltweit. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.
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Novartis Media Relations
Bob Laverty
Novartis Global Malaria Communications
+41 61 324 2828 (Festnetz)
609-506-9693 (Handy)
Satoshi Sugimoto
Novartis Global Media Relations
+41 61 324 6129 (Festnetz)
+41 79 619 2035 (Handy)

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